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¨Wir fördern das Risiko - Ihr Partner in Sachen Atomkraft¨

Anti-Atom-AktivistInnen protestieren gegen Atomgeschäfte der Deutschen Bank
¨Wir fördern das Risiko - Ihr Partner in Sachen Atomkraft¨

Deutsche Bank, Filiale Marburg

Marburg, 13.7.2010 - AktivistenInnen des Marburger Anti-Atom-Plenums protestieren heute an der Deutschen Bank Filiale in Marburg. Auf ihrem 8m langen Banner, das sie über den Eingang der Bank gehängt haben steht "Wir fördern das Risiko - Ihr Partner in Sachen Atomkraft". Damit wollen die AktivistInnen auf die Verwicklungen der Deutschen Bank im weltweiten Atomgeschäft aufmerksam machen. Mit Flyern informieren sie die Kunden der Bank.

Die Deutsche Bank ist unter den internationalen Banken, mit 7,8 Milliarden Euro, der weltweit siebtgrößte Investor in Sachen Atomtechnologie und befindet sich damit als einzige deutsche Bank unter den Top Ten der internationalen "Atombanken".

"Mit dieser gigantischen Summe investiert die Deutsche Bank so viel ins Atomgeschäft, wie alle anderen deutschen Banken zusammen", stellt Merle Drusenbaum vom Marburger Anti-Atom-Plenum fest.

Die Investitionen der Bank werden in allen Bereichen der riskanten Atomtechnologie getätigt. So vergab die Bank Kredite an den französischen Atomkonzern Areva mit welchen Areva Uranminen in Afrika erwarb. Ein Schritt um den Uranabbau in vielen Teilen Afrikas auszubauen. Auch vor dem Geschäft mit Atomwaffen schreckt die Deutsche Bank nicht zurück. Sie unterhält Geschäftsbeziehungen zu GenCorp und BAE Systems, die an der Herstellung von Atomwaffen beteiligt sind.

"Damit fördern sie eine Branche, die weltweit Menschenrechte missachtet und auf eine äußerst riskanten Technologie setzt", so die Aktivstin weiter.

"Solange die Deutsche Bank solche Geschäfte weiterführt, empfehlen wir zu einer alternativen Bank zu wechseln, die ökologie und Menschenrechte nicht missachtet." Mögliche Alternativen sind die "Gemeinschaftsbank für Leihen und Schenken", die "Umweltbank", sowie die "Ethikbank".

Das Marburger Anti-Atom-Plenum setzt sich für eine Zukunft mit Erneuerbaren Energien ein und hat das Ziel möglichst viele Menschen dazu zu bewegen ihren Beitrag zum Widerstand gegen die Atomkraft zu leisten. Unter anderem mobilisiert das Anti-Atom-Plenum daher zum gewaltfreien Widerstand gegen den Castor-Transport im November nach Gorleben.

Hintergrundinformationen zu den Atomgeschäften der Deutschen Bank sind in der Studie "Nuclear Banks, No Thanks", die im Mai 2010 von u.a. BankTrack, Greenpeace International und urgewald herausgegeben wurde, zu finden.